Judasohr

 

Wissenschaftlicher Name: Auricularia auricula-judae

Synonyme: Judasohr, A. Auricularia judae, Auricularia polytricha, Mu-Err, Chinesische Morchel, Holunderpilz, Ohrlappenpilz, Wolkenohrenpilz

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Verbreitung und Habitat in der Natur: Hauptsächlich auf toten oder kranken Laubbäumen (Birke, Eiche, Ulme, Walnuss, Mango, am häufigsten auf Holunderbäumen), selten auf Fichten. Weit verbreitet auf der ganzen Welt.

Geeignetes Substrat: Weizenstroh, Laubholz (Birke, Buche, Erle, Ulme, Walnuss, Holunder)

Verwendung: Speisepilz, Vitalpilz

Auricularia, in Asien unter dem Namen Mu-Err bekannt, findet bereits seit mehr als 1500 Jahren Verwendung als beliebte Zutat in Suppen und als Medizin. Der Pilz enthält viele Spurenelemente wie z. B. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Silizium und Zink. Viele wertvolle Eiweiße sowie weitere Bioaktivstoffe machen ihn zu einem interessanten Vitalpilz. Er besitzt jedoch noch viele weitere positive Inhaltsstoffe, die zu einem großen Teil noch gar nicht identifiziert sind.

Seit dem 16. Jahrhundert ist dieser Pilz auch in Europa bekannt. Der britische Botaniker und Heilkräuterexperte John Gerard beschreibt diesen Pilz bereits 1597. Er empfiehlt die Bereitung einer Essenz durch Aufkochen von Auricularia in Milch und anschließendes Einweichen in Bier. Der Trunk soll gegen Halsschmerzen wirken (Harding 2008, S. 173).

 

Taxonomie:

Klasse:  Agaricomycetes

Unterklasse:  unsichere Stellung (inc. sed.)

Ordnung:  Ohrlappenpilzartige (Auriculariales)

Familie:  Ohrlappenpilzverwandte (Auriculariaceae)

Gattung:  Ohrlappenpilze (Auricularia)

Sporen:  11 - 14 (17,5) x 4 - 6 µ, weiß, zylindrisch bis würstchenförmig.

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