Unsere Substrate werden FRISCH für Sie produziert, deshalb beträgt die Produktionszeit ca. 3 - 6 Wochen.
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Bio-Reishi - China-Strain - Ganoderma lucidum - Pilzbeet
für die biologische Pilzzucht
Mengenrabatt:
ab 3 Stk.
ab 6 Stk.
ab 30 Stk.
ab 100 Stk.
Bio-Reishi China-Stamm - Ganoderma lucidum China-Strain - Pilzbeet
Synonyme: Zehntausend-Jahre-Pilz, Ling Zhi, Jong Si/ryongji, Glänzender Lackporling, Mannentake, Pilz der Unsterblichkeit, Kraut spiritueller Kraft
Der Reishi
China-Zuchtstamm wurde vor allem für den Anbau auf Fertigkulturen im
Gewächshaus entwickelt. Er eignet sich bestens für die Produktion von
geweihartigen Fruchtkörpern, der sogenannten Antler-Form. Dabei wird der
Filterbeutel während des gesamten Zyklus geschlossen gehalten. So wird
ein Ertragsausfall aufgrund von Kontaminationen nahezu ausgeschlossen,
allerdings ist die Ernte etwas geringer als beim Anbau im geöffneten
Beutel.
Dieser Pilz wird in China Ling Zhi und in Japan Reishi
genannt. Der deutsche Name Glänzender Lackporling bezieht sich auf das
Aussehen dieses typischen Baumpilzes. Überlieferungen gehen von einer
etwa 4.000-jährigen Geschichte dieses faszinierenden Pilzes aus! Der
Reishi ist in Ostasien traditionell ein Symbol für Gesundheit,
körperliche und geistige Genesung, ein langes Leben, hohe sexuelle
Aktivität, Weisheit und Reichtum.
Der Reishi ist reich an
Mikronährstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Zink, Kupfer, Mangan und
Germanium. Besonders wertvoll sind die im Reishi enthaltenen
Polysaccharide und Triterpene wie Ganodermik-, Ganolucid- und
Lucidemiksäuren.
Der Ganoderma lucidum ist ein Saprobiont
(Folgezersetzer), der vor allem Laubhölzer wie Eichen, Buchen, Erlen
oder Birken besiedelt. Er bevorzugt warme Eichen- bzw.
Eichenmischwälder, daneben Rotbuchenwälder oder Hartholzauen. Aber auch
an Hecken, in Parks und an Wegrändern kann er gedeihen, wenn dort die
entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind.
Diese Frischware wird auf Bestellung frisch für Sie angesetzt. Die Produktionszeit beträgt rund 3 - 6 Wochen.
Die Pilzbrut sollte sofort nach der Lieferung verarbeitet werden.
Sollte das Produkt nicht sofort verarbeitet werden können, kann es bis zu 2 Wochen im Kühlschrank bei 4 °C gelagert werden.
Wir empfehlen, dies bei der Bestellung und Ihren Vorbereitungen gemäß Anleitung einzuplanen.
Geeignete Anbaumethoden:
Strohballen, Baumstämme, Pilzbeet - auch für die Mykorestaurierung, Fertigkultur im Gewächshaus
Geeignetes Substrat: Stroh, Papier, Kaffeesatz, Fruchtfleisch von Kaffeebohnen, Laubholz
Geeignete Hölzer sind Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Espe, Pappel, Ulme und Weide.
Dieser Zuchtstamm fruchtet beim Freilandanbau im späten Sommer bis frühen Herbst.
Sie erhalten fertig von Pilzmyzel besiedelte Pilzbrut auf Basis biologischer Rohstoffe (Holz, Roggenkleie aus Bio-Anbau)
in speziell für die Sterilisation geeigneten Säcken.
Je nach Pilzart sind sie folgendermaßen erhältlich und zu verarbeiten:
1 Autoklav-Bag mit ca. 1 Liter (500 Gramm) eignet sich
zum Beimpfen und
für die Vermehrung über 4 - 8 Wochen in sterilisiertem Holzsubstrat vor dem Beimpfen des Pilzbeets (siehe Anleitung).
1 Autoklav-Bag mit ca. 6 Litern Pilzbrut eignet sich für das Beimpfen eines Pilzbeets mit 80 x 80 cm.
Mykorestaurierung mittels Pilzbeet:
Einige
Pilzgattungen eignen sich dazu, diese Giftstoffe abzubauen und aus der Umwelt
zu entfernen.
Dazu wird Pilzmyzel von entsprechenden Pilzsorten im kontaminierten Boden
verteilt und mit geeignetem Nährboden vermischt, um eine großflächige
Abdeckung der Schadstoffquelle zu erreichen. Die Myzelstränge
durchwachsen den Boden. Sie nehmen einzelne Giftstoffe direkt auf bzw.
zerlegen diese in ihre Bestandteile und machen sie so unschädlich.
Der Pilz nimmt die Giftstoffe in seine Fruchtkörper auf. Diese müssen nach Abschluß des Lebenszyklus geerntet und fachgerecht entsorgt werden.
Die Einsatzgebiete
dieser Pilzart sind:
- Bakterien wie Escherichia coli sowie andere Stämme.
Quellen:
STAMETS, La Dena Che’. Best Mycorestoration Practices for Habitat Restoration of Small Land Parcels. 2012.
STAMETS, Paul. Mycelium running: how mushrooms can help save the world. Ten speed press, 2005, S. 85 - 113.
Taxonomie:
Klasse: Ständerpilze (Basisdiomycetes)
Unterklasse: Porenpilze (Polyporales)
Ordnung: Lackporlingsartige (Ganodermataceae)
Familie: Lackporlinge (Ganoderma)
Gattung: Glänzender Lackporling
Sporen: rötlich- braun, von ellipsoider Form mit abgestumpften Enden, zwischen 9 - 12 x 5,5 - 8 µ
Zuchtbedingungen:
Phase 1: Myzelwachstum
Temperatur: 21 - 27 °C
Luftfeuchte: 95 - 100 %
Dauer: 10 - 20 Tage
CO2: toleriert bis zu 50.000 ppm oder 5 %
Raumluftwechsel: 0 - 1 pro Stunde
Licht: n/a
Phase 2: Primordia Bildung / Einleitung der Fruchtung - für die Geweihform im geschlossenen Beutel
Temperatur: 18 - 24 °C
Luftfeuchte: 95 - 100 %
Dauer: 14 - 28 Tage
CO2: 20.000 - 40.000 ppm
Raumluftwechsel: 0 - 1 pro Stunde
Licht: 200 - 500 Lux für 4 - 8 Stunden pro Tag
Phase 2: Primordia Bildung / Einleitung der Fruchtung - für die Hutform im geöffneten Beutel
Temperatur: 21 - 27 °C
Luftfeuchte: 95 - 100 %
Dauer: 14 - 28 Tage
CO2: 2.000 - 5.000 ppm
Raumluftwechsel: je nach gewünschtem CO2-Wert
Licht: 750 - 1.500 für 12 Stunden pro Tag
Phase 3: Fruchtung und Ernte
Temperatur: 21 - 27 °C
Luftfeuchte: 90 - 95 %
Dauer: 60 Tage
CO2: < 2.000 ppm
Raumluftwechsel: je nach gewünschtem CO2-Wert
Licht: 750 - 1.500 Lux
Erntewellen: 1 - 2 Ernten innerhalb von 90 - 120 Tagen