Austernpilz
Wissenschaftlicher Name: Pleurotus ostreatus
Synonyme:
Austernseitling, Kalbfleischpilz, Hiratake, Tamogitake
Verbreitung und Habitat in der Natur:
Hauptsächlich auf kranken sowie toten Laubbäumen, selten auf Nadelhölzern. Weit verbreitet auf der ganzen Welt.
Inhaltsstoffe: Der Austernpilz ist reich an Vitaminen des B-Komplexes wie
u. a. B1
(Thiamin), B2 (Riboflavin), B5 (Niacin), B6 und B7 (Biotin). Darüber
hinaus enthält er Folsäure sowie die Vitamine C und D (Calciferol). Ein
Viertel der Trockensubstanz dieses Pilzes besteht aus Proteinen und
enthält alle essentiellen Aminosäuren. Sehr wichtige Inhaltsstoffe des
Pleurotus sind auch ß-Glukane (Polysaccharide), Pleuran und Lovastatin.
Geeignetes Substrat: Stroh, Papier,
Kaffeesatz, Fruchtfleisch von Kaffeebohnen, Laubholz (Pappel, Eiche,
Erle, Espe, Ahorn, Birke, Esche, Buche, Weide, Ulme)
Verwendung:
Speisepilz, Vitalpilz
Der Austernpilz ist ein sehr einfach zu züchtender Speisepilz. Das Myzel dieses Pilzes ist sehr robust, weshalb er einer der beliebtesten Zuchtpilze ist. Die Fruchtkörper erreichen einen Durchmesser von 5 - 15 cm. Der Hut ist graubraun bis violett, nach unten hin zu den Lamellen und beim Stiel geht die Farbe ins Weißliche über.
Taxonomie:
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Seitlingsverwandte (Pleurotaceae)
Gattung: Seitlinge (Pleurotus)
Sporen: meist weiß bis grau, 7,5 - 9,5 x 3 - 4 µ, Schnallen sind vorhanden (clamp connections)
Zuchtbedingungen:
Phase 1: Myzelwachstum
Temperatur: 24°C
Luftfeuchte: 85 - 95%
Dauer: 12 - 21 Tage
CO2: 5,000 - 20,000 ppm
Raumluftwechsel: 1 pro Stunde
Licht: n/a
Phase 2: Primordia Bildung / Einleitung der Fruchtung
Temperatur: 10 - 15,6°C
Luftfeuchte: 95 - 100%
Dauer: 3 - 5 Tage
CO2: <1,000 ppm
Raumluftwechsel: 4 - 8 pro Stunde
Licht: 1,000 - 1,500 (2,000) Lux
Phase 3: Fruchtung und Ernte
Temperatur: 10 - 21°C
Luftfeuchte: 85 - 90%
Dauer: 4 - 7 Tage
CO2: <1,000 ppm
Raumluftwechsel: 4 - 8 pro Stunde
Licht: 1,000 - 1,500 (2,000) Lux