Lungenseitling
Wissenschaftlicher Name: Pleurotus pulmonarius
Synonyme:
Sommer-Austernpilz, indischer Austernpilz,
Phoenix Pilz, Dhingri
Verbreitung und Habitat in der Natur: Wie der blaue Austernpilz lebt auch der Lungenseitling hauptsächlich auf kranken sowie toten Laubbäumen, selten auf Nadelhölzern. Er ist weltweit in der substropischen bis gemäßitgten Klimazone verbreitet und bevorzugt allgemein wärmere Regionen.
Inhaltsstoffe: Der Lungenseitling ist ein nährstoffreicher Pilz, der viele gesunde Inhaltsstoffe bietet. Er enthält wertvolle Eiweiße, Ballaststoffe und gesunde Fette. Zudem liefert er B-Vitamine (wie B1, B2 und B3), Vitamin D sowie Mineralien wie Kalium, Magnesium und Eisen. Der Pilz ist auch eine gute Quelle für Antioxidantien und Beta-Glucane, die das Immunsystem stärken und den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können.
Geeignetes Substrat: Stroh, Papier,
Kaffeesatz, Fruchtfleisch von Kaffeebohnen, Laubholz (Pappel, Eiche,
Erle, Espe, Ahorn, Birke, Esche, Buche, Weide, Ulme), Nadelholz (Fichte, Tanne)
Verwendung:
Speisepilz, Vitalpilz
Lungenseitlinge sind eine leckere und gesunde Zutat in der Küche und ideal für vegetarische und vegane Gerichte. Geschmack, Haltbarkeit und Zubereitung in der Küche sind vergleichbar mit dem "normalen" Austernpilz, wobei der Lungenseitling bei wärmeren Temperaturen fruchtet und sich daher bestens für den Anbau während der wärmeren Jahreszeit anbietet. Er zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Varianten
aus, er ist sehr leicht zu kultivieren und bietet den Kultivatoren eine
reichhaltige Ressource für neue Stämme.
Taxonomie:
Reich: Pilze (Fungi)
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Seitlingsverwandte (Pleurotaceae)
Gattung: Seitlinge (Pleurotus)
Art: Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius)
Sporen: meist weiß bis gelblich, grau, 7,5 - 11 x 3 - 4 µ, Schnallen sind vorhanden
Zuchtbedingungen:
Phase 1: Myzelwachstum
Temperatur: 24 - 29°C°C
Luftfeuchte: 90 - 100%
Dauer: 8 - 14 Tage
CO2: >5,000 ppm
Raumluftwechsel: 1 pro Stunde
Licht: n/a
Phase 2: Primordia Bildung / Einleitung der Fruchtung
Temperatur: 10 - 24 (27) °C
Luftfeuchte: 95 - 100%
Dauer: 3 - 5 Tage
CO2: 400 - 800ppm
Raumluftwechsel: 5 - 7 pro Stunde
Licht: 1,000 - 1,500 (2,000) Lux
Phase 3: Fruchtung und Ernte
Temperatur: 18 - 24°C
Luftfeuchte: 85 - 90%
Dauer: 3 - 5 Tage
CO2: 400 - 800 ppm
Raumluftwechsel: 5 - 7 pro Stunde
Licht: 1,000 - 1,500 (2,000) Lux