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Bio-Samtfußrübling - Flammulina velutipes - Pilzbeet

für die biologische Pilzzucht


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    Bio-Samtfußrübling - Flammulina velutipes - Pilzbeet

    Synonyme: Enokitake, Nametake, Yuki-motase, Winterpilz, Gemeiner Samtfußrübling 


    Der Samtfußrübling ist ein vor allem in Asien beliebter Speisepilz mit kleinen, sehr wohlschmeckenden Fruchtkörpern. Diese haben Durchmesser von 2 - 10 cm, der Stiel wird 3 - 8 cm lang. Enokitake ist eine in Asien besonders beliebte Zuchtform dieses Pilzes, bei der er im Dunkeln angebaut wird. Die Hauptmerkmale sind dichte Büschel, der schmale Hut und der lange Stiel, dies ermöglicht eine leichte Ernte. In der freien Natur findet man diesen Pilz in nahezu allen gemäßigten und kalten Regionen auf der Nordhalbkugel der Erde wie China, Sibirien, Kleinasien, Europa, Nordamerika und Japan; auf der Südhalbkugel der Erde gedeiht dieser Pilz in Australien.
    In China hat der Anbau des Enokitake eine lange Tradition und wurde erstmals um 800 n. Chr. dokumentiert. Damals wurden reife Fruchtkörper auf Baumstümpfen verrieben. Offenbar konnte man an diesen Plätzen häufig im Jahr darauf eine reiche Ernte einfahren. Mehr Erfolg hat man natürlich mit der heute gebräuchlichen Methode mit Dübelbrut oder Sägemehlbrut! 

    Diese Frischware wird auf Bestellung frisch für Sie angesetzt. Die Produktionszeit beträgt rund 3 - 6 Wochen.
    Die Pilzbrut sollte sofort nach der Lieferung verarbeitet werden.
    Sollte das Produkt nicht sofort verarbeitet werden können, kann es bis zu 2 Wochen im Kühlschrank bei 4 °C gelagert werden.
    Wir empfehlen, dies bei der Bestellung und Ihren Vorbereitungen gemäß Anleitung einzuplanen. 

    Geeignete Anbaumethoden: 
    Strohballen, BaumstämmePilzbeet - auch für die Mykorestaurierung, Fertigkultur im Gewächshaus    

    Geeignetes Substrat: Stroh, Papier, Kaffeesatz, Fruchtfleisch von Kaffeebohnen, Laubholz
    Geeignete Hölzer sind
     Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Espe, Pappel, Ulme und Weide.
    Dieser Zuchtstamm fruchtet beim Freilandanbau im späten Sommer bis frühen Herbst.

    Sie erhalten fertig von Pilzmyzel besiedelte Pilzbrut auf Basis biologischer Rohstoffe (Holz, Roggenkleie aus Bio-Anbau) in speziell für die Sterilisation geeigneten Säcken.
    Je nach Pilzart sind sie folgendermaßen erhältlich und zu verarbeiten:
    1 Autoklav-Bag mit ca. 1 Liter (500 Gramm) eignet sich zum Beimpfen und für die Vermehrung über 4 - 8 Wochen in sterilisiertem Holzsubstrat vor dem Beimpfen des Pilzbeets (siehe Anleitung).
    1 Autoklav-Bag mit ca. 6 Litern Pilzbrut eignet sich für das Beimpfen eines Pilzbeets mit 80 x 80 cm.

    Mykorestaurierung mittels Pilzbeet: 
    Einige Pilzgattungen eignen sich dazu, diese Giftstoffe abzubauen und aus der Umwelt zu entfernen. 
    Dazu wird Pilzmyzel von entsprechenden Pilzsorten im kontaminierten Boden verteilt und mit geeignetem Nährboden vermischt, um eine großflächige Abdeckung der Schadstoffquelle zu erreichen. Die Myzelstränge durchwachsen den Boden. Sie nehmen einzelne Giftstoffe direkt auf bzw. zerlegen diese in ihre Bestandteile und machen sie so unschädlich.
    Der Pilz nimmt die Giftstoffe in seine Fruchtkörper auf. Diese müssen nach Abschluß des Lebenszyklus geerntet und fachgerecht entsorgt werden.

    Die Einsatzgebiete dieser Pilzart sind:
    - Schwermetall Cadmium,
    - Trinitrotoluol (TNT) aus militärischer Munition wie Bomben, Granaten und Minen.
    Der Samtfußröhrling ist einer der wenigen Pilze in der Mykorestaurierung, die Nadelholz zersetzen!

    Taxonomie: 
    Klasse: Agaricomycetes 
    Unterklasse: Agaricomycetidae 
    Ordnung: Champignonartige (Agaricales) 
    Familie: Physalacriaceae 
    Gattung: Samtfußrübling (Flammulina) 
    Art: Gemeiner Samtfußrübling (Flammulina velutipes) 
    Sporen: weiß, 6 -8 x 3-4 µ, ellipsoid. 

    Zuchtbedingungen: 
    Phase 1: Myzelwachstum 
    Temperatur: 21 - 24 °C 
    Luftfeuchte: 95 - 100 % 
    Dauer: 14 - 18 Tage 
    CO2: > 5.000 ppm 
    Raumluftwechsel: 0 - 1 pro Stunde 
    Licht: n/a 

    Phase 2: Primordia Bildung / Einleitung der Fruchtung 
    Temperatur: 4 - 10 °C 
    Luftfeuchte: 95 - 100 % 
    Dauer: 3 - 5 Tage 
    CO2: 2.000 - 4.000 ppm 
    Raumluftwechsel: 2 - 4 pro Stunde 
    Licht: 20 - 50 Lux 

    Phase 3: Fruchtung und Ernte 
    Temperatur: 10 - 16 °C 
    Luftfeuchte: 90 - 95 % 
    Dauer: 5 - 8 Tage 
    CO2: 2.000 - 4.000 ppm 
    Raumluftwechsel: 2 - 4 pro Stunde 
    Licht: 20 - 50 Lux 

    Ernte: 2 - 3 Erntewellen im Abstand von 10 - 12 Tagen

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